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So macht Tcl lernen Spaß...
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Etwa 1997 begann ich mit Delphi zu arbeiten, das ich aber mit der Jahrtausendwende wieder "fallen" ließ. Mir war es einfach zu teuer, trotz gigantischem Funktionsumfang. Ich war auf der Suche nach einer bezahlbaren bzw. kostenlosen Programmiersprache unter Windows - von der Basis für die Basis, zur Herstellung eigener Programme und zur kostenlosen Verwendung in Schulen. Nach monatelangem Suchen stieß ich zunächst auf Tk als grafische "Tcl-Beigabe" von Perl. Perl selbst empfand ich zu umständlich und zu kryptisch.
Anschließend beschäftigte ich mich einige Monate mit Python, bis ich endlich auf die Mutter aller Dinge stieß: Tcl/Tk.

Selbst damals käufliche IDEs für Tcl/Tk waren eher unkomfortabel und wenig bedienerfreundlich. Auf den entsprechenden amerikanischen und auch deutschen Seiten fand ich kryptischen Code, eine reichlich verklausulierte Fachsprache (Ich verstand un der Regel nicht mal die Hälfte) und miserabel kommetierte Beispielcodes, meist verschachtelt und unstrukturiert programmiert. Zu guter Letzt lag Tcl auch eine Hilfedatei bei, die kaum erklärende Code-Beispiele hatte und sehr verschraubt formuliert war. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass so mancher Tcl/Tk-Programmierer ganz gerne sein elitäres "Herrschaftswissen" für sich behalten und das Ego damit aufpolieren wollte.

So reifte der Gedanke bei mir, eine eigene IDE zu schaffen, die Ein- und Umsteigern wenigstens bei der Erarbeitung der Grundlagen helfen würde. Die IDE sollte eine Exe-Datei erzeugen können, auf Knopfdruck Code einfügen, Lerndateien bereitstellen, Code interpretieren und einen kleinen, aber feinen Editor besitzen. Das Programm sollte unter Windows laufen und weitgehend auch auf die Gepflogenheiten unter Windows Rücksicht nehmen - inklusive einer verständlichen Sprache ohne Kauderwelsch und Fachchinesisch. Der Tcl-Coach war geboren.

Nach einer längeren Einarbeitungszeit begann ich noch im Jahr 2000 mit dem Tcl-Coach. Ein Hauch von Delphi konnte somit in die Tcl-Welt eindringen, kostenlos, von der Basis für die Basis, gegen die großen Monopole. Ich hoffe, es ist mir wenigstens in Teilen gelungen.

Da ich in der Zwischenzeit beruflich sehr stark eingespannt bin, die eigene therapeutische Beratungspraxis zu kurz kommt und sich seit fast zwei Jahren eine Zusammenarbeit mit einem hoffnungsvollem jungen Programmierer ergeben hat (Dominic Ernst), habe ich nun, im Herbst 2007, beschlossen, die Programmierung am Tcl-Coach zu beenden und das Programm an Dominic zu übergeben, in der Hoffnung, dass er es als Freeware noch lange weiterhin betreuen und sogar ausbauen wird. Mit der Übergabe des Programms an Dominic ist nun auch die Implementierung unter Linux in greifbare Nähe gerückt. Ein echter Fortschritt für den Tcl-Coach in die richtige Richtung.

Mit der Weitergabe verknüpfe ich auch die Verpflichtung, dass der Tcl-Coach dauerhaft Freeware bleiben muss. Trotz meines Rückzuges werde ich die Entwicklung des Tcl-Coach weiterhin solidarisch begleiten.

Als letzte Aktion steuerte ich im Sommer 2007 zum Tcl-Coach 3.2 noch den Dialog "Tool-Manager" bei und führte die BWidgets in den Tcl-Coach ein. Für die Endfassung der Version 3.2 hat bereits Dominic die Verantwortung übernommen. Ich wünsche ihm alles Gute und viel Glück und dem Tcl-Coach viele Freunde und BenutzerInnen.

Günther Schmidt-Falck

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